Der Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner – Gefahr für Mensch und Tier!

 

Da eines meiner Pferde selber vor 3 Jahren im Sommer massive Luftprobleme vermutlich durch den Eichenprozessionsspinner bekam, und wir bangte, ob sie es überhaupt schafft, möchte ich heute hier noch einmal darauf hinweisen:

 

Was ist der Eichenprozessionsspinner und welche Gefahr geht von ihm aus? 

Das Tierchen ist grau, eher unauffällig und gehört  zur Schmetterlingsfamilie. Aber: Die Raupen sind gefährlich!  Ihre Brennhaare sind giftig für Mensch und Pferd!

Die Eichenprozessionsspinner sind fransig, um etwa 30 Millimeter groß und mit gelbbraunen Fühlern ausgestattet, die bei Männchen und Weibchen jeweils doppelt gekämmt sind.  

Hier ein paar Infos in der Kürze:

  • Größe: 3 Zentimeter (Falter), 5 Zentimeter (Raupe)
  • Farbe: grau-braun (Falter), grau mit gelbbraunen Fühlern
  • Familie: Schmetterlinge-Nachtfalter
  • Heimat: Europa
  • Befall: vorwiegend Eichen
  • Gift: Brennhaare enthalten Thaumetopoein
  • Entwicklung: Raupe durchläuft 6 Stadien, ab Juli verpuppt sich die Raupe, nach zirka 3 bis 5 Wochen schlüft ein Schmetterling
  • Feinde: Puppenräuber, Raupenfliegen, Schlupfwespen, Wiedehopf und Kuckuck

 Die Raupe des Eichenprozessionsspinners:  

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind in den ersten Stadien der Entwicklung meistens gelblich-braun gefärbt. Später sind sie dann häufig zu graublau bis schwarz. Sie wächst bis zu etwa fünf Zentimeter heran und bildet am gesamten Körper feine Brennhaare aus.

Ab dem dritten Raupenstadium bilden die Raupen des Prozessionsspinners die gefährlichen Brennhaare aus, die in ihrem Hohlraum das Gift Thaumetopein (ein Nesselgift) enthalten. Dieses kann zu lebensbedrohliche Symptome bei Mensch und Tier führen.

Eine einzige Raupe kann bis zu etwa 600.000 solcher giftigen Haare besitzen. Ein Windstoß kann ausreichen um mit den giftigen Raupenhaaren in Kontakt zu kommen, das macht sie so gefährlich.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind nachtaktiv. Wenn sie sich zur Futteraufnahme in Bewegung setzten, schlängeln sie sich nachts wie in einem Prozessionszug (daher der Name) an den Ästen entlang. Die Prozessionsraupe beendet ihren Marsch erst, wenn sie im Laub angekommen ist und fressen kann. Dabei bevorzugen die Raupen Eichen.

Ab etwa August aus den kleinen Schmetterlingsraupen die erwachsenen Eichenprozessionsspinner Falter. Von diesen geht keine Gefahr mehr aus.

Nester des Eichenprozessionsspinners:

Die Nester findet man an den Stämmen der Eiche. Sie können fußballgroß werden. Wenn die Raupen sich häuten, bleiben alte Larvenhäute meist in den Nestern zurück. Da die Konzentration dieser Brennhärchen dadurch hier sehr hoch ist, geht von ihnen eine entsprechende Gefahr aus. Auch die alten Nester ( Gespinste) die entweder hoch oben in den Bäumen hängen, oder bereits auf den Erdboden gefallen sind, sind fortlaufende Gefahrenquellen, da sich die giftigen Härchen der Raupen sehr lange halten und über mehrere Jahre in der Umgebung herumschwirren können.

Häufige Symptome bei Kontakt mit den Raupen oder Brennhaaren sind z.B.:    Rötungen, Schwellung und Atemnot

Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren sind Schwellungen und Ausschlag ein häufiges Symptom des Nesselgiftes. Der Körper reagiert in der Regel prompt auf die Berührung mit den Haaren der Raupe. Die Brennhaare können sich durch ihre Widerhaken an Schleimhäuten festsetzen und schwere allergische Reaktionen auslösen. Die gefährlichen Härchen sind so fein, dass sie sogar unter die Hautoberfläche und in den Glaskörper des Auges eintreten können.

Sobald die Atemwege angegriffen werden, besteht akute Gefahr! Die Luftwege schwellen an und hindern das Pferd beim Atmen. Bitte sofort einen Fachmann konsultieren.

Die höchste Gefahr lauert von Mai bis Juli. Trotzdem können Eichenprozessionsspinner das gesamte Jahr zu einem Risiko werden. Das Gift in den Brennhaaren bleibt mehrere Jahre aktiv. Tränken sowie Stroh aus Risikogebieten kann eine Gefahr für Pferde sein.

Gefahr für Pferde:

Besonders wenn die Pferde in der Nähe von Eichen auf der Koppel stehen, ist erhöhte Vorsicht geboten:

Die Pferde können sehr unterschiedlich auf das Gift des Eichenprozessionsspinners reagieren, je nachdem, wie sie mit dem Gift in Berührung gekommen sind. Mögliche Syptome sind auch hier:

  • Schwellung der Nüstern, Maul oder der Beine –
  • Raupendermatitis
  • Atemnot
  • Kolik

Gefahr auch für Hund und Katze

Egal ob Mensch, Pferd oder Haustier, die Symptome sind sehr ähnlich. Das Gift in den Haaren bleibt auch in den alten Nestern mehrere Jahre wirksam. Die Symptome können auch im Herbst und Winter auftreten. Hunde Hunde können z.B. beim Stöber im Unterholz auf ein Nest und somit auf die Haare treffen und Katzen finden die Nester in den Bäumen spannend. Falls Kontakt bestand, sollte man Hund und Katze waschen und so von den Härchen befreien. Bei Kontakt mit den Augen hilft sofortiges Ausspülen.

Achtung: Zum Schutz sollte der Besitzer immer Handschuhe und einen Mundschutztragen.. Im Zweifelsfall bitte immer einen Fachmann konsultieren.  

Falls in der Umgebung ein Nest gesichtet wird, kann man als Erste Hilfe Maßnahmen versuchen, die Verbreitung der Brennhaare etwas einzudämmen, indem man Haarspray großzügig auf das Nest sprüht.

Ansonsten sollte man einen Fachmann rufen, der das Nest z.B. absaugt, abflämmt. Bitte immer an Schutzmaßnahmen denken. Handschuhe, Mundschutz, Schutzbrille ect. Spezialfimen haben hierzu die notwendige Schutzausrüstung, und es besteht auch nicht die Gefahr, daß durch eigenständiges Abflammen die giftigen Härchen sich noch weiter verbreiten.

 

Schwellung am Auge

Im Sommer passiert es leider immer wieder, dass die Pferde sich verletzten, oder sich an Bäumen ect. reiben. Oft hat das wie hier am Beispiel unserer Stute, eine Schwellung am Augen zur Folge. Nachdem ich überprüft habe, dass kein ernsthafte Verletzung vorliegt, brauchte es nur ein paar Globulis und ich habe das Auge mehrfach desinfiziert. (Einfach mit „Perfectpur Horse“ eingesprüht) Am nächsten Morgen war die Schwellung schon fast vollständig verschwunden und die Stute konnte wieder entspannt auf die Koppel. 

Warzen

Warzen, wer kennt das Problem nicht?

 

Ich habe euch ja schon mehrmals von dem Desinfektionsmittel „Perfectpur“ berichtet, dass ihr auch über mich beziehen könnt. Hier gibt es nicht nur die Handdesinfektion oder  die Flächendesinfektion med, sondern ich verwende auch oft die Variante für Kleintiere oder Pferd in der Parxis.

Ich möchte euch heute einmal ein paar Bilder zeigen, wie bei z.B. Warzen die Heilung  verlaufen kann. ( Hier habe ich allerdings das perfectpur skin Gel ( für den Mensch) angewandt, da es länger auf der Haut anhaftet.

 

Desinfektion von Fahrzeuginnenräumen

Achtung wir bieten ab sofort auch die Desinfektion von Fahrzeuginnenräumen ( PKW/ Busse ect.) nach Terminvereinbarung an! (Zeitaufwand beim PKW ca. 5 Min – mit Sprühdesinfektion/   Kaltvernebler ): Tel.: 0175 9020361

Heute möchte ich mit euch ein paar Daten zu der Atmung, bzw. den Atemorganen unserer Pferde teilen:

Hier auf dem ersten Bild von Böhringer Ingelheim  seht ihr eine sehr schöne Graphik, wie die Atemorgane beim Pferde aufgebaut sind.

Die Atemluft wird über die Nüstern eingeatmet. Sie erwärmt sich und fließt über den Rachen und Kehlkopf in die Luftröhre. Am Brusteingang  teilt sich diese in zwei Röhren, den Hauptbronchien.

Die verästeln sich immer weiter zu kleinere Röhren, den Bronchien, an denen schließlich die Lungenbläschen  – Alveolen sitzen, die mit  feinen Blutgefäßen umgeben sind .  Hier findet der Gasaustausch statt.   Der Sauerstoff aus der Luft dringt in die Lungenbläschen ein und das Kohlendioxid  aus dem Blut in den Kapillaren tritt umgekehrt  durch die Wand der Lungenbläschen wieder in den Luftraum über.

Das Pferd macht in der Minute 8 – 16 Atemzüge. (Ponys, da sie eine kleineres Lungenvolumen haben, bis zu 24 Atemzüge in der Minute)

Pro  Atemzug werden ca  6 – 8 l Luft ein- und ausgeatmet.

Pro Tag strömen demnach ca 90.000 Liter Luft mitsamt der ganzen Schadstoffen, Staub, Pollen, Gräser, Schimmelsporen ect. durch die Lungen. 

Damit die Pferde diese Belastungen meistern können, hat die Natur ein geniales System entwickelt.

Die Selbstreinigung der Lunge:

Die Atemwege sind mit einer Schleimhaut belegt. Die Luft zieht an ihr vorbei in die Lungenregion.

Auf dieser Schleimhaut sitzen Flimmerhärchen, die sich wie Teppichfasern bewegen können. In sogenannten Becherzellen wird Schleim produziert, der sich auf die Flimmerhärchen legt und die unerwünschten Partikel, wie Pollen, Staub, Bakterien ect. bindet. Die Flimmerhärchen bewegen sich und der Schleim wird so abtransportiert.

Entweder wird er abgeschluckt, oder über Husten und Nasenausfluss abtransportiert.

Was aber, wenn die Belastung zu groß wird?

Das ist genau der Punkt, wo ich gerne mit der Inhalation ansetze. Also nicht erst dann, wenn die Pferde schon massive Probleme haben, sondern auch zur Vorbeugung, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Willkommen

Herzlich Willkommen bei meinem neuen Blog.

 

Hier werde ich Euch immer wieder zeitnah über Neuigkeiten informieren.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr öfters einmal vorbeischaut.

 

Liebe Grüße
Nicole